1999
Länge : 1.060 cm in der Geraden
Breite: 1.000 cm
Leuchtstoffröhren mit roten, grünen und blauen Filtern,
Schönhauser Allee Arcaden, Berlin
Weitere Informationen zum Künstler:
Offizielle Homepage von Thomas Emde
In den Schönhauser Allee Arcaden hat Thomas Emde einen Teil des Innenraums – den Übergang vom Einkaufszentrums zum Parkhaus – in einen Lichtraum verzaubert. Die Lichtinstallation befindet sich auf einer konkaven Wand und setzt sich auf einer Länge von 15 m bis zum Parkhausbereich fort. Lichtmenge, Lichtfarbe und Geschwindigkeit werden mittels Computerprogramm gesteuert. Im Gegensatz zum Geräusch – und Lichtgewirr eines Einkaufszentrums stehen Begriffe wie Ruhe und Langsamkeit im Vordergrund der Überlegungen des Künslers. Licht sollte nicht – wie im Geschäftesbereich – auf ein Material gerichtet werden, sondern von diesem heraus scheinen. Gleichzeitig empfängt die Immaterialität des Lichts den Menschen auf eine beruhigende Weise. Er fährt auf der Rolltreppe stehend in die Lichtwand hinein. Die Veränderung des Lichts vollzieht sich ständig am Rande des im Normaltempo Wahrnehmbaren. Der Besucher kann diese Veränderung erleben, wenn er sich von der Geschäftigkeit des Einkaufs auf eine andere Geschwindigkeit, nämlich die des Betrachtens einlässt.
Thomas Emde wurde 1959 in Korbach geboren. Er studierte an den Hochschulen für Bildende Kunst in Kassel, Canterbury und Berlin und schloss dort sein Studium als Meisterschüler 1990 ab. Der Künstler widmet sich in seiner Kunst mit Leidenschaft dem Thema „Farbe“. Das „Motiv Farbe“ kehrt immer wieder, jedoch sind die künstlerischen Äußerungen einem steten Wandel unterzogen. So hat sich sein Werk in der Auseinandersetzung mit Farbe, Material und dem Phänomen Licht zunehmend immaterialisiert. Vor diesem Hintergrund sind seine Projekte zu sehen, bei denen Raum und Architektur als Bestandteil seiner Kunst immer mehr Bedeutung erhalten. Seit 1990 wurden seine Arbeiten in vielen bedeutenden Museen gezeigt.Der Künstler lebt und arbeitet in Frankfurt/Main.